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Wichtiger Hinweis: Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und Orientierung. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und ersetzen keine rechtliche Prüfung im Einzelfall. Für eine verbindliche rechtliche Einschätzung wende dich bitte an eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt.

Stand Juni 2026Verordnung (EU) 2024/1689 · Artikel 50

KI-Kennzeichnungspflicht
ab 2. August 2026.
Was wirklich gilt.

Ein redaktioneller Navigator durch Artikel 50 EU AI Act, für Selbstständige, Coaches, Autor:innen und kleine Unternehmen im DACH-Raum. Schnell entscheidbar, ohne juristisches Geflecht, mit Beispielen, Formulierungen und klaren Grauzonen.

Freundlicher Roboter hält ein Schild mit der Aufschrift KI-Kennzeichnungspflicht
Status A
Kennzeichnungspflicht
Status B
Keine Pflicht
Status C
Grauzone - besser kennzeichnen
§ 00.5 - In 30 Sekunden einschätzen

Schnellstart in fünf Fragen.

Eine erste Orientierung in unter einer Minute. Für den genauen Einzelfall nutze danach die ausführliche Entscheidungshilfe.

Fünf kurze Fragen
  1. 1 · Ist der Inhalt beruflich oder kommerziell?

    Rein private Inhalte sind nicht erfasst.

  2. 2 · Welche Art von Inhalt?

  3. 3 · Wirkt der Inhalt realistisch oder täuschend echt?

    Würde eine durchschnittliche Person ihn für echt halten?

  4. 4 · Nur technisch bearbeitet oder wesentlich von KI erzeugt?

  5. 5 · Hast du substanziell redaktionell geprüft und verantwortest du den Inhalt?

    Mehr als „kurz drüberlesen“.

Cover des Ratgebers KI-Kennzeichnungs-Navigator
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Der KI-Kennzeichnungs-Navigator: Damit du weißt, was du kennzeichnen musst.

Der komplette Praxis-Ratgeber zur KI-Kennzeichnungspflicht ab 2. August 2026: alle Regeln, Ausnahmen, Formulierungs-Bausteine, Checklisten und Fallbeispiele in einem PDF. Sofort lesbar, ohne Anmeldung, ohne E-Mail.

  • Über 60 Seiten Praxiswissen
  • Fertige Hinweis-Formulierungen zum Kopieren
  • Checklisten für Bilder, Texte, Video, Audio
  • Spezialteil für Autor:innen und Selbstständige

Kostenlos, ohne Newsletter-Pflicht. Stand: Juni 2026.

§ 00, Übersicht auf einen Blick

Das komplette Cheat Sheet.

Alle Regeln, Ausnahmen, Formulierungen und der Quick-Check auf einer Seite. Zum Anschauen, Speichern und Ausdrucken.

KI-Kennzeichnungs-Navigator Cheat Sheet: Übersicht aller Regeln, Ausnahmen und Formulierungen zur EU-KI-Kennzeichnungspflicht ab 2. August 2026
Cheat Sheet, Stand Juni 2026EU AI Act, Art. 50
§ 01 - Rechtsgrundlage

Das Gesetz in einer Übersicht.

Vier Transparenzpflichten aus Art. 50 EU AI Act. Verbindlich ab 2. August 2026 für alle, deren Inhalte auf dem europäischen Markt erscheinen.

I

Direkte Interaktion mit Menschen

Chatbots, virtuelle Assistenten: Hinweispflicht vor der ersten Interaktion.

II

Synthetische Inhalte

Texte, Bilder, Audio, Video: maschinen- und menschenlesbare Kennzeichnung.

III

Emotionserkennung & Biometrie

Informationspflicht gegenüber betroffenen Personen.

IV

Deepfakes & öffentliche Themen

Besondere Offenlegung bei täuschend echten Inhalten oder Themen öffentlichen Interesses.

Fristen
  1. 01 · 1. Aug 2024EU AI Act in Kraft getreten
  2. 02 · 2. Feb 2025Verbotene KI-Praktiken (Art. 5) verbindlich
  3. 03 · 2. Aug 2025Transparenzpflichten für GPAI-Modellanbieter
  4. 04 · 2. Aug 2026Kennzeichnungspflichten Art. 50 für alle verbindlich
  5. 05 · 2. Dez 2026Maschinenlesbare Wasserzeichen (C2PA)
§ 01.5 - Label-Typen

KI-generated, KI-modified oder einfach KI?

Bei der Kennzeichnung von KI-Inhalten wird oft alles in einen Topf geworfen. Dabei ist die Unterscheidung wichtig: generiert, modifiziert oder allgemein gekennzeichnet.

Infografik KI-Kennzeichnung auf einen Blick: AI generated, AI modified und AI als Basis-Label erklärt
KI-Kennzeichnung auf einen BlickStand Juni 2026
Label-Typ

KI-generiert

Der Inhalt ist vollständig oder überwiegend durch KI entstanden. Beispiel: ein Blogartikel, den du nur noch leicht geglättet hast, oder ein Bild, das komplett aus Midjourney kommt.

Label-Typ

KI-modifiziert

Ein bereits vorhandener Inhalt wurde mit KI verändert: Retusche, Hintergrundanpassung, Freistellung, Face-Swap oder Stimmveränderung. Der ursprüngliche Output stammt von dir oder einem Dritten.

Label-Typ

KI

Ein generisches Basis-Label für den KI-Bezug, ohne genaue Aussage zur Entstehungsart. Praktisch, wenn du in einer kurzen Caption oder einem Impressum nur den grundsätzlichen Bezug angeben willst.

Warum das relevant ist

Weil Transparenz Vertrauen schafft. Und weil es einen Unterschied macht, ob ein Inhalt komplett aus der KI kommt oder nur nachbearbeitet wurde. Nicht nur „irgendwie KI" kennzeichnen - sondern klar, verständlich und passend zum tatsächlichen Prozess.

i
Rückwirkung

Inhalte, die vor dem 2. August 2026 veröffentlicht wurden, müssen nicht rückwirkend gekennzeichnet werden. Die Pflichten aus Art. 50 EU AI Act gelten für Inhalte, die ab diesem Datum neu erstellt, veröffentlicht oder wesentlich bearbeitet werden.

§ 02 - Entscheidungshilfe

In wenigen Schritten zur klaren Antwort.

Beantworte die Fragen in der Reihenfolge. Du landest bei einem von drei Status: Pflicht, keine Pflicht oder Grauzone.

Entscheidungsschritt

1 - Ist die Veröffentlichung beruflich oder kommerziell?

Rein private Nutzung ist vom EU AI Act nicht erfasst. Sobald du etwas beruflich oder geschäftlich veröffentlichst, gelten die Regeln.

§ 03 - Module

Sechs Inhaltsarten, sechs klare Regelsätze.

Jedes Modul fasst zusammen, was gilt, was nicht und wo die typischen Fehler sitzen. Tiefer einsteigen mit dem Pfeil rechts.

§ 04 - Praxisfälle

15 echte Alltagssituationen.

Vom KI-Profilbild bis zum FAQ-Bot: Situation, Einschätzung, Begründung, Empfehlung. Direkt anwendbar.

Fall 01Keine Pflicht

Echtes Foto von dir, nur retuschiert (Licht, Farbe, Hautton)

Warum · Technische Bildbearbeitung verändert die Aussage nicht.

Empfehlung · Keine Kennzeichnung nötig. Auf realistische, ungewöhnliche Eingriffe achten.

Fall 02Grauzone - besser kennzeichnen

Echtes Foto von dir mit realistisch generiertem KI-Hintergrund

Warum · Mischung aus Realität und Erzeugnis. Je echter der Hintergrund, desto näher am Deepfake.

Empfehlung · Im Zweifel kennzeichnen: „Hintergrund mit KI generiert“.

Fall 03Kennzeichnungspflicht

Vollständig KI-generiertes Portrait von dir

Warum · Realistisch wirkende Person in nicht existierender Situation = Deepfake.

Empfehlung · Sichtbarer Hinweis am Bild: „KI-generiert“.

Fall 04Keine Pflicht

LinkedIn-Post über deinen Kurs, mit ChatGPT geschrieben

Warum · Reine Marketingtexte, die primär Produkte oder Dienstleistungen bewerben, fallen in der Regel nicht unter Art. 50 Abs. 4.

Empfehlung · Achtung: Enthält der Text substanzielle Informationen zu politischen, gesundheitlichen oder gesellschaftlich relevanten Themen, prüfe im Zweifel die Transparenzpflichten - oder kennzeichne freiwillig.

Fall 05Kennzeichnungspflicht

Reel mit synthetischer KI-Stimme

Warum · Synthetische Stimmen fallen ausdrücklich unter Art. 50.

Empfehlung · Text-Einblendung oder Caption: „Stimme mit KI erzeugt“.

Fall 06Keine Pflicht

Video nur mit KI-Untertiteln bearbeitet

Warum · Untertitel sind technische Hilfsfunktion ohne Inhaltserzeugung.

Empfehlung · Keine Pflicht.

Fall 07Keine Pflicht

Buch mit KI recherchiert, von dir geschrieben

Warum · KI als Recherchewerkzeug, du verantwortest den Text.

Empfehlung · Optional ein Hinweis im Vorwort, gesetzlich nicht nötig.

Fall 08Kennzeichnungspflicht

Buch weitgehend von KI schreiben lassen, nur oberflächlich geprüft

Warum · Substanzielle redaktionelle Kontrolle fehlt, Werk ist überwiegend synthetisch.

Empfehlung · Hinweis im Impressum oder am Werk.

Fall 09Kennzeichnungspflicht

Chatbot auf deiner Website

Warum · Art. 50 Abs. 1: Nutzer:innen müssen wissen, dass sie mit KI sprechen.

Empfehlung · Hinweis vor oder bei erster Interaktion im Chatfenster.

Fall 10Keine Pflicht

KI-generiertes Buchcover (Symbolik, stilisiert)

Warum · Künstlerisches, klar stilisiertes Cover ohne realistische Personen.

Empfehlung · Hinweis im Impressum genügt, oft freiwillig.

Fall 11Grauzone - besser kennzeichnen

KI-generierte Produktbilder im Shop

Warum · Wenn das Produkt nicht so aussieht wie auf dem Bild, droht Irreführung (UWG).

Empfehlung · Realistische, abweichende Produktbilder kennzeichnen oder echte Fotos nutzen.

Fall 12Kennzeichnungspflicht

KI-Figur als Testimonial („So sagt unsere Kundin Lisa…“)

Warum · Fake-Testimonial. Verstößt zusätzlich gegen UWG-Vorschriften.

Empfehlung · Niemals KI-Personen als echte Kund:innen ausgeben.

Fall 13Keine Pflicht

Kursmaterial intern mit KI erstellt, redaktionell geprüft

Warum · Interner Kreis, redaktionell verantwortet.

Empfehlung · Transparenz im Vorwort empfohlen.

Fall 14Keine Pflicht

Newsletter mit KI-Text (Marketing-Thema)

Warum · Werbliche Kommunikation, kein öffentliches Interesse.

Empfehlung · Keine Pflicht, freiwilliger Hinweis erlaubt.

Fall 15Kennzeichnungspflicht

FAQ-Bot im Mitgliederbereich

Warum · Auch interne Chatbots fallen unter Art. 50 Abs. 1.

Empfehlung · Hinweis im Bot: „Ich bin ein KI-Assistent.“

§ 04.5 - Für Selbstständige & Online-Unternehmen

Was du zusätzlich beachten solltest.

Sechs Bausteine, die über die reine Kennzeichnung hinausgehen: Inventar, Mini-Policy, Marketing, Deepfake-Testimonials, Datenschutz und Schulung.

A · KI-Inventar

Wer was womit erstellt - auf einer Seite.

Ein einfaches Inventar zeigt im Ernstfall, wo KI eingesetzt wird und wo Kennzeichnung relevant ist. Beispielvorlage:

BereichToolInhaltstypNutzungRelevanz
MarketingChatGPTTextePosts, Newsletter, BlogentwürfeKeine Pflicht
Social MediaMidjourneyBilderSymbolbilder, Reels-CoverGrauzone - besser kennzeichnen
PodcastElevenLabsAudioVoice-Over, IntrosKennzeichnungspflicht
WebsiteEigener ChatbotChatbotFAQ, Lead-QualifizierungKennzeichnungspflicht
BuchprojektClaudeTextRohentwürfe, LektoratshilfeKeine Pflicht
B · Mini-KI-Policy

Vier Sätze, die deinem Team Klarheit geben.

  • Wo nutze ich KI?

    Für Recherche, Brainstorming, Textentwürfe, Bildkonzepte, Übersetzungen, Code-Snippets, Voiceovers.

  • Wo nutze ich KI nicht?

    Bei sensiblen Kundendaten, Gesundheits- oder Rechtsthemen ohne fachliche Prüfung, bei vertraulichen Inhalten Dritter.

  • Was wird immer redaktionell geprüft?

    Jeder öffentlich verbreitete Text, jedes Bild mit Realitätsbezug, jedes Audio, jede Aussage über Dritte.

  • Wann kennzeichne ich?

    Bei Deepfakes, synthetischen Stimmen, Chatbots, Bildern mit realistischem Bezug, Texten zu öffentlichen Themen ohne substanzielle Prüfung.

C · Marketing & Funnels

Wo es unkritisch ist, wo es heikel wird.

Klassische AdsMeist unkritischWerbetexte mit KI sind in der Regel nicht kennzeichnungspflichtig.
Landingpages & SalespagesMeist unkritischMarketing fällt nicht unter Art. 50 Abs. 4 - es sei denn, du verwendest realistische KI-Personen oder Fake-Testimonials.
Automatisierte E-MailsMeist unkritischSolange du den Inhalt redaktionell verantwortest, keine Pflicht.
Social-Media-WerbemittelHeikelSobald realistische KI-Bilder oder Stimmen ins Spiel kommen, gilt die Deepfake-Regel.
Testimonials & ReviewsVerbotenKI-generierte Kund:innen sind irreführend (UWG) - unabhängig vom AI Act.
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D · Warnung: Deepfake-Testimonials

Keine KI-Personen als echte Kund:innen ausgeben.

  • · Keine KI-generierten „Kund:innen“ als echte Testimonials verwenden.
  • · Keine fiktiven Personen mit erfundenen Erfolgsgeschichten darstellen.
  • · Beispielfälle ausdrücklich als Beispiel kennzeichnen.
  • · Verstöße sind nach UWG abmahnfähig, unabhängig vom AI Act.
E · Datenschutz & DSGVO

Kennzeichnung ist nicht alles.

Sobald Kundendaten in KI-Tools landen, kommt Datenschutz dazu. Drei typische Stellen:

  • Chatbots

    Speichert das Tool Nutzeranfragen? Wo? Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung?

  • CRM & Automatisierung

    Werden Kundendaten an Drittanbieter (USA) übermittelt? DPF-Status?

  • Formulare & Uploads

    Sensible Daten (Gesundheit, Finanzen) nie ohne Rechtsgrundlage in KI-Tools.

F · Schulung & Dokumentation light

Pragmatisch für kleine Teams.

  • 01KI-Tools dokumentieren (Tool, Zweck, Verantwortliche:r).
  • 02Einsatzorte dokumentieren (welcher Content, welcher Kanal).
  • 03Verantwortlichkeiten festhalten (wer prüft, wer veröffentlicht).
  • 04Team kurz schulen (60 Minuten reichen oft).
§ 04.7 - Checklisten

Sechs Checklisten zum Mitnehmen.

Kompakt, ausdruckbar, sofort einsetzbar. Vor jeder Veröffentlichung, für jeden Kanal.

Checkliste 016 Punkte

KI-Content-Check vor Veröffentlichung

  • Inhalt redaktionell geprüft und verantwortet?
  • Berührt er Themen öffentlichen Interesses?
  • Wirkt er realistisch oder täuschend echt?
  • Sind reale Personen, Orte oder Ereignisse erkennbar?
  • Wenn ja: sichtbarer Hinweis am Inhalt vorhanden?
  • Quellen, Tools und Versionen dokumentiert?
Checkliste 024 Punkte

Checkliste für Social Media

  • Bei realistischen KI-Bildern: Hinweis in Caption oder im Bild.
  • Bei KI-Stimmen in Reels: Hinweis in Caption und Video.
  • Reine Marketingtexte brauchen keinen Pflichthinweis - außer sie behandeln substanzielle politische, gesundheitliche oder gesellschaftlich relevante Themen.
  • Profilbilder mit KI: bei realistischer Wirkung kennzeichnen.
Checkliste 034 Punkte

Checkliste für Bild & Video

  • Technische Bearbeitung (Schnitt, Farbe, Untertitel) frei.
  • Realistischer KI-Hintergrund bei echten Personen kennzeichnen.
  • Vollständig KI-generierte Videos immer kennzeichnen.
  • Deepfakes mit realen Personen ohne Einwilligung niemals veröffentlichen.
Checkliste 045 Punkte

Checkliste für Buchprojekte

  • KI-Anteil dokumentieren (Recherche, Entwurf, Lektorat).
  • Substanzielle redaktionelle Bearbeitung sicherstellen.
  • Bei großen KI-Anteilen: Hinweis im Impressum.
  • Realistische KI-Cover mit Personen kennzeichnen.
  • Plattformregeln prüfen (Amazon KDP & Co.).
Checkliste 055 Punkte

Checkliste für Chatbots

  • Klarer Hinweis vor oder bei erster Interaktion.
  • Formulierung: „Ich bin ein KI-Assistent“.
  • Auch fremde Bots auf eigener Seite kennzeichnen.
  • Eskalation an Mensch ermöglichen.
  • Verarbeitete Daten datenschutzkonform dokumentieren.
Checkliste 065 Punkte

Checkliste für kleine Teams & Solos

  • KI-Inventar geführt (Tool, Bereich, Zweck).
  • Mini-KI-Policy schriftlich festgehalten.
  • Verantwortlichkeiten definiert.
  • Mitarbeitende kurz geschult.
  • Datenschutz-Check pro Tool gemacht.
§ 06 - Formulierungen

Sätze, die du übernehmen kannst.

Direkt einsetzbare Formulierungen für Social Media, Website, Chatbot, Video, Podcast und Impressum.

Social Media

3 Vorlagen
  • Allgemein

    Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

  • Mit redaktioneller Kontrolle

    Dieser Beitrag entstand mit KI-Unterstützung und wurde von mir inhaltlich geprüft und verantwortet.

  • KI-Bild

    Bild: KI-generiert (Midjourney).

Website

1 Vorlage
  • Genereller Disclaimer

    Auf dieser Website werden KI-gestützte Tools zur Content-Erstellung eingesetzt. KI-generierte Inhalte sind entsprechend gekennzeichnet. Für alle veröffentlichten Inhalte übernehme ich die redaktionelle Verantwortung.

Chatbot

1 Vorlage
  • Erste Interaktion

    Ich bin ein KI-Assistent und helfe dir bei Fragen zu unseren Kursen. Bei komplexen Anliegen leite ich dich gerne an einen Menschen weiter.

Video

1 Vorlage
  • Einblendung am Anfang

    Dieses Video enthält KI-generierte Inhalte.

Podcast

1 Vorlage
  • Gesprochen am Anfang

    Diese Episode wurde mithilfe einer KI-Stimme (ElevenLabs) produziert.

Buch / Impressum

1 Vorlage
  • Impressum

    Für dieses Werk wurden KI-Systeme als Schreib- und Kreativwerkzeuge eingesetzt.

Kurs & Mitgliederbereich

2 Vorlagen
  • Modulhinweis

    Dieses Modul enthält KI-unterstützte Inhalte. Alle Aussagen wurden redaktionell geprüft und verantwortet.

  • FAQ-Bot intern

    Hinweis: Du schreibst hier mit einem KI-Assistenten. Für persönliche Anliegen wende dich bitte direkt an unser Team.

Shop & Produktseite

2 Vorlagen
  • Produktbild

    Produktdarstellung mit KI-generierten Visualisierungen. Das tatsächliche Produkt kann in Details abweichen.

  • Lifestyle-Bild

    Symbolbild, KI-generiert.

Buch & Impressum (ergänzend)

2 Vorlagen
  • Sachbuch mit hohem KI-Anteil

    Dieses Werk wurde unter Verwendung generativer KI-Systeme erstellt. Inhalte wurden redaktionell geprüft, können aber Fehler enthalten und ersetzen keine fachliche Beratung.

  • Belletristik (freiwillig)

    Im Schreibprozess wurden KI-Werkzeuge für Recherche und Strukturarbeit eingesetzt. Die literarische Gestaltung verantwortet die Autorin.

§ 07 - Grauzonen

Wo das Gesetz Spielraum lässt.

In diesen Fällen lohnt sich Vorsicht. Im Zweifel: kennzeichnen - das schützt vor Abmahnungen und stärkt Vertrauen.

  • 01

    Realistische KI-Hintergründe bei echten Fotos

    Je näher der Hintergrund an einem realen Ort, desto eher empfiehlt sich ein Hinweis. Stilisierte Hintergründe sind unkritisch.

  • 02

    Realistische Avatare und KI-Personas

    Sobald ein virtueller Charakter wie eine echte Person wirkt, muss klar werden, dass es KI ist - auch in Bio und Postings.

  • 03

    KI-gestützte Videobearbeitung

    Reiner Schnitt ist frei. Werden ganze Szenen, Stimmen oder Gesichter generiert, kippt es in die Pflicht.

  • 04

    Stark überarbeitete KI-Texte

    Wer wirklich substanziell prüft, ergänzt und verantwortet, fällt unter die Ausnahme. „Drüberlesen“ reicht ausdrücklich nicht.

  • 05

    KI in Online-Kursmaterialien

    Intern ist die Pflicht meist nicht einschlägig. Sobald Material öffentlich erscheint und Themen öffentlichen Interesses berührt, gilt der reguläre Maßstab.

§ 08, Konsequenzen

Was passiert bei Verstößen.

Art. 99 EU AI Act regelt Bußgelder. Für Soloselbstständige und KMU gilt jeweils der niedrigere Wert.

VerstoßMaximales Bußgeld
Verbotene KI-Praktiken (Art. 5)35 Mio. € oder 7 % Weltumsatz
Verletzung Transparenzpflichten (Art. 50)15 Mio. € oder 3 % Weltumsatz
Falsche Angaben gegenüber Behörden7,5 Mio. € oder 1 % Weltumsatz

Zusätzlich drohen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach § 3a UWG. Mitbewerber oder Verbraucherschutzverbände können auf Unterlassung klagen.

§ 08.5 - Fünf zentrale Fragen

Fünf Fragen, fünf klare Antworten.

Die Fälle, die in der Praxis am häufigsten auftauchen: Profilbild, Reel-Stimme, Buch, Chatbot, Bildbearbeitung. Mit Rechtslogik, Beispielen und Empfehlung.

Frage 01

Darf ich mein KI-Profilbild ohne Hinweis nutzen?

Kommt darauf an.
Rechtslogik

Art. 50 EU AI Act verlangt Kennzeichnung, wenn ein KI-Bild so realistisch wirkt, dass eine durchschnittliche Person es für ein echtes Foto halten könnte (Deepfake-Kriterium). Abstrakte oder stilisierte KI-Avatare fallen nicht darunter, solange klar ist, dass es kein echtes Foto ist.

Praxis
  • Keine Pflicht

    Echtes Foto, leichte KI-Retusche (Licht, Hautglättung)

    Keine Kennzeichnungspflicht, der semantische Inhalt bleibt gleich.

  • Kennzeichnungspflicht

    Vollständig KI-generiertes Porträt, das wie ein echtes Foto wirkt

    Tendenz zur Kennzeichnungspflicht, weil eine real wirkende Person in einer nicht existierenden Situation gezeigt wird.

  • Keine Pflicht

    Offensichtlicher KI-Avatar, Comic, stilisierter Look

    In der Regel keine Pflicht, weil für Nutzer:innen klar erkennbar ist, dass es nicht echt ist.

Empfehlung

Bei fotorealistischen Business-Bildern (LinkedIn, Website, Speaker) im Zweifel kennzeichnen: „Profilbild mit KI erstellt“.

Frage 02

Muss ich mein Reel kennzeichnen, wenn nur die Stimme KI-generiert ist?

Ja.
Rechtslogik

Synthetische Stimmen, Voice Cloning und Audio-Deepfakes fallen ab 2. August 2026 ausdrücklich unter die Transparenzpflichten aus Art. 50 AI Act, sobald die Stimme wie eine echte Person wirkt.

Praxis
  • Kennzeichnungspflicht

    Reel mit KI-Stimme (Voiceover, Erklärvideo)

    Kennzeichnungspflicht: gesprochener Hinweis am Anfang oder Text im Video bzw. in der Caption.

  • Keine Pflicht

    Menschliche Stimme, nur technisch bearbeitet (Rauschen, EQ, Schnitt)

    Keine Kennzeichnungspflicht, da reine technische Bearbeitung ohne inhaltliche Täuschung.

  • Kennzeichnungspflicht

    Stimmklon einer realen Person ohne Einwilligung

    Zusätzlich heikel wegen Persönlichkeitsrechten, unabhängig vom AI Act.

Empfehlung

Formulierungsvorschlag: „Hinweis: Die Stimme in diesem Video wurde mit KI erzeugt.“

Frage 03

Was ist mit meinem Buch, wenn ich KI zum Recherchieren oder Schreiben nutze?

Kommt auf die Tiefe der Bearbeitung an.
Rechtslogik

Der AI Act zielt bei Texten auf Inhalte, die weitgehend von KI stammen, und auf Themen öffentlichen Interesses ohne echte redaktionelle Verantwortung. KI-Texte mit substanzieller menschlicher Überarbeitung gelten in vielen Auslegungen als nicht kennzeichnungspflichtig.

Praxis
  • Keine Pflicht

    KI nur als Recherchewerkzeug

    Du nutzt KI wie eine Suchmaschine, schreibst aber selbst. Keine Kennzeichnungspflicht.

  • Keine Pflicht

    KI liefert Entwürfe, du überarbeitest substanziell

    Du verantwortest das Werk redaktionell. In der Regel keine gesetzliche Pflicht, freiwilliger Hinweis im Impressum möglich.

  • Kennzeichnungspflicht

    Buch weitgehend von KI geschrieben, nur oberflächlich geprüft

    Kennzeichnung wird erwartet, besonders bei Sachbüchern zu sensiblen Themen.

Empfehlung

Musterhinweis fürs Impressum: „Für dieses Werk wurden KI-Systeme als Schreib- und Recherchewerkzeuge genutzt. Die finale Fassung wurde redaktionell geprüft und verantwortet.“

Frage 04

Wie gehe ich mit Chatbots auf meiner Website um?

Immer kennzeichnen.
Rechtslogik

Art. 50 Abs. 1 AI Act: Wenn ein KI-System direkt mit Menschen interagiert (Chatbot, Voicebot), muss die Person wissen, dass sie mit einer Maschine spricht. Verantwortlich ist der Betreiber der Website, auch wenn der Bot von einem Drittanbieter stammt.

Praxis
  • Kennzeichnungspflicht

    Chatbot wirkt wie ein Mensch oder ersetzt menschliche Kommunikation

    Hinweis vor oder bei der ersten Interaktion: „Ich bin ein KI-Assistent ...“

  • Grauzone - besser kennzeichnen

    Sehr technische Oberfläche, überall mit „KI-Assistent“ gelabelt

    Kann als offensichtlich gelten. Auf der sicheren Seite bist du trotzdem mit einem kurzen Hinweis.

  • Kennzeichnungspflicht

    Fremder Chatbot, eingebunden in deine Seite

    Du bleibst selbst für die Kennzeichnung verantwortlich, nicht der Toolanbieter.

Empfehlung

Pflichtbaustein im Chatfenster: „Hinweis: Du schreibst hier mit einem KI-Assistenten, nicht mit einem Menschen.“

Frage 05

Wo ist die Grenze zwischen harmloser Retusche und kennzeichnungspflichtiger Manipulation?

Optimierung ohne neue Story bleibt frei, neue Realität muss gekennzeichnet werden.
Rechtslogik

Kennzeichnungspflichtig ist KI-Bearbeitung dann, wenn ein realitätsnaher, täuschender Eindruck entsteht (Deepfake). Reine technische Bildbearbeitung ohne wesentliche Inhaltsänderung ist ausdrücklich ausgenommen.

Praxis
  • Keine Pflicht

    Helligkeit, Kontrast, Farben, Rauschen, leichte Hautglättung, Zuschnitt

    Aussage des Bildes bleibt identisch, Motiv wird nur optimiert.

  • Kennzeichnungspflicht

    Hintergrund-Tausch in realitätsgetreuen Ort, Personen oder Objekte hinzufügen/entfernen, Face-Swap

    Es entsteht eine neue Realität, die echte Personen und Situationen betrifft.

  • Grauzone - besser kennzeichnen

    Studio-Foto in KI-Business-Setting versetzt, Produktfoto mit komplett generiertem Hintergrund

    Hängt vom Realismusgrad und der Erwartungshaltung ab. Im Zweifel kennzeichnen.

Empfehlung

Faustregel: Retusche gleich Optimierung ohne neue Story, keine Pflicht. Manipulation gleich neue oder stark veränderte Story, Kennzeichnung.

§ 08.7 - FAQ

Zehn Antworten auf häufige Fragen.

Die praktischen Detailfragen, die in Workshops und Beratungen immer wieder auftauchen.

F · 01

Muss ich jeden KI-Einsatz dokumentieren?

Gesetzlich vorgeschrieben ist keine lückenlose Dokumentation. Ein einfaches KI-Inventar ist aber dringend empfohlen, um im Ernstfall belegen zu können, wo und wie KI eingesetzt wurde.

F · 02

Wie weise ich redaktionelle Kontrolle nach?

Durch Versionierung (Originalentwurf vs. finale Fassung), Notizen zu Quellen und Änderungen, klare Verantwortlichkeiten. Eine Word-/Notion-Tabelle reicht meist aus.

F · 03

Was ist mit alten Inhalten vor August 2026?

Inhalte, die vor dem 2. August 2026 veröffentlicht wurden, müssen nicht rückwirkend gekennzeichnet werden. Wer alte Inhalte überarbeitet und neu veröffentlicht, sollte sie nach den neuen Regeln bewerten.

F · 04

Muss ich alte Posts nachträglich kennzeichnen?

Nicht zwingend. Eine Nachkennzeichnung kann aber Vertrauen schaffen, besonders bei reichweitenstarken Posts mit realistischen KI-Bildern oder Stimmen.

F · 05

Was droht realistisch Soloselbstständigen?

Bußgelder bis 15 Mio. € oder 3 % Weltumsatz sind möglich, in der Praxis greift der niedrigere Wert. Realistischer sind Abmahnungen durch Mitbewerber oder Verbraucherschutz nach § 3a UWG.

F · 06

Reicht ein allgemeiner Hinweis auf der Website?

Nein, ein globaler Disclaimer ersetzt nicht die Kennzeichnung am einzelnen Inhalt. Bei Deepfakes, synthetischen Stimmen und Chatbots ist die Kennzeichnung am Ort der Wahrnehmung Pflicht.

F · 07

Muss ich meine Salespage kennzeichnen, wenn ich ChatGPT genutzt habe?

Nein. Reine Marketing- und Werbetexte, die primär Produkte oder Dienstleistungen bewerben, fallen in der Regel nicht unter Art. 50 Abs. 4. Enthält der Text aber substanzielle Informationen zu politischen, gesundheitlichen oder gesellschaftlich relevanten Themen, prüfe im Zweifel die Transparenzpflichten - oder kennzeichne freiwillig. Sobald du KI-Bilder mit Personen oder Fake-Testimonials einsetzt, sieht es anders aus.

F · 08

Wann kann ein Marketingtext doch gekennzeichnet werden müssen?

Sobald der Text über reine Werbung hinausgeht und substanzielle Informationen zu politischen, gesundheitlichen oder gesellschaftlich relevanten Themen liefert. Beispiel: Ein Longread, der nicht nur ein Nahrungsergänzungsmittel bewirbt, sondern detailliert über Impfungen oder Wahlprogramme informiert. Im Zweifel freiwillig kennzeichnen.

F · 09

Was gilt bei KI-Bildern aus Canva?

Dieselbe Regel wie bei jedem anderen Tool: Stilisierte Bilder frei, realistische Bilder mit Wirklichkeitsbezug kennzeichnen.

F · 10

Was ist mit ElevenLabs oder synthetischen Stimmen?

Immer kennzeichnen, auch bei Klonen der eigenen Stimme. Hörer:innen müssen wissen, dass sie mit einer KI-Stimme interagieren.

F · 11

Was mache ich im Zweifel?

Kennzeichnen. Das schützt vor Abmahnungen, ist juristisch immer auf der sicheren Seite und stärkt das Vertrauen deiner Zielgruppe.

§ 09, Weiterlernen

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